Wie es dazu kam (offizielle Version)

Wir- Franziska Hauser, Kirsten Fuchs, Susanne Schirdewahn– haben eine Lesebühne gegründet.

Mitten in der Mitte, der Gründer-und Start-upper-Hauptstadt Berlin. Jawohl.

Angefangen hat es mit Mathias von der Werketage, und der Franziska, weil er die kennt und fragte, ob sie eine Lesebühne veranstalten wolle. Eine Plattform wäre das mit allem drum und dran. „Och, nee, nicht noch eine“, hatte er als Antwort erwartet. „Nee, keine Zeit“, wollte Franziska erwidern, tat es aber nicht, weil das schließlich alle sagen: „keine Zeit“…sondern dachte an den Ort und dass der verdammt cool ist…. Lass ma überlegn“ schrieb sie.

Im Sommer sitzt man in der Werketage draußen auf dem Dach über der Stadt und das ist definitiv einer der allerletzten unentdeckten und verlotterten Orte. Diese Verstecke werden ja immer seltener und wer einmal da war, will wieder hin. Die Stimmung ist angenehm, ob 100 Leute da sind, oder 30. Es gibt ein extra Raucherzimmer mit Balkon.

Franziska fragte Susanne Schirdewahn, weil sie die kennt. Und weil die immer so viele gute Ideen hat wollte sie schon lange was mit ihr machen. Susanne schreibt seit Jahren prima Kolumnen für die Berliner Zeitung.

Aber sie wollten sie zu dritt sein und haben Kirsten Fuchs gefragt, weil die ja jeder kennt. Mittlerweile sogar aus dem Fernsehen! Das Argument: Wir können den Abend frei gestalten, einladen, wen wir wollen und uns total austoben. Wo gibt es denn noch diese Freiräume, jenseits der gängigen Pfade herum zu experimentieren? Und selbst mal wieder ordentlich überrascht zu werden?

Alle Drei sind vielseitig unterhaltungssüchtig und theatralisch, aber sie haben trotzdem einen guten Plan und auch Lust auf Ernsthaftes, Aufrichtiges und Bedeutendes. Franziskas zweiter Roman erscheint im Februar bei Eichborn, und sie schreibt auch für FAZ, taz, Freitag, Berliner Zeitung und monatlich für Das Magazin.

Susanne ist Künstlerin, Kolumnistin und denkt sich Sachen aus wie zum Beispiel: Basteln mit Prominenten. Oder „Darf ich Sie zeichnen?“, wo Leute schlau sein müssen, während sie sie malt. Daher hatte sie zum Beispiel die Idee mitzuzeichnen, über einen Overheadprojetor, während jemand anders liest. Super!

Kirsten ist Kirsten, die alles kann. Aber nur schriftlich. Und wer sie in echt sehen will, muss sich anstellen!

Der Abend sollte nicht so lang sein und den Eintritt bezahlt man in Form einer Spende beim Rausgehen und meistens gibt es auch noch Musik. Schon jetzt ist die Liste Gastlesenden ordentlich lang. So ist das, wenn man mal was Neues macht, was eigentlich auch was Altes ist. Also fangen wir an.

Motto vom 23.11.:

Das erste Mal

Musikalischer Gast an diesem Abend ist die unvergleichliche Alice Rose.

Einlass: 20 Uhr

Beginn: 20 Uhr 30

Der Eintritt ist frei.

Ort: Werketage e.V., Saarbrückerstr.24, Haus C